Studiengebühren für Internationale Studierende

Ausnahmen von der Gebührenpflicht für Internationale Studierende

 

Ausnahmen von der Gebührenpflicht für Internationale Studierende aufgrund von Amtsermittlung (d.h. die Gebühr wird für Sie automatisch nicht erhoben):

 

  • Bildungsinländer/-innen (z.B. deutsche Hochschulzugangsberechtigung) gemäß § 58 LHG; Folgendes muss zusätzlich gegeben sein, damit eine Ausnahme von der Gebührenpflicht besteht: 
    • die der Deltaprüfung zugrundeliegende Hochschulreife nach § 58 Abs. 2 Nr. 4 LHG muss in Deutschland erworben sein
    • die Aufstiegsfortbildungsprüfung nach § 58 Abs. 2 Nr. 5 LHG muss in Deutschland erworben sein,
    • die nach § 58 Abs. 2 Nr. 6 LHG vorausgesetzte Berufsausbildung und -erfahrung muss in Deutschland absolviert worden sein,
    • der Nachweis der Qualifikation zum Hochschulstudium gemäß § 58 Abs. 2 Nrn. 7 bis 11 LHG führt nicht zur Ausnahme von der Gebührenpflicht, insbesondere genügt ein in Deutschland erworbener Bachelorabschluss (§ 58 Abs. 2 Nr. 8 LHG) nicht zur Ausnahme von der Gebühr,
    • weitere inländische Vorbildungen, die das Kultusministerium anerkannt hat (vgl. § 58 Abs. 2 Nr. 12 LHG).
  • für ein Promotionsstudium,
  • Austauschstudierende aus Partnerschaftsabkommen mit der Universität Tübingen (z.B. Erasmus),
  • Double Degree Studierende von ausländischen Partnerhochschulen, sofern gegenseitige Gebührenbefreiung in den Partnerschaftsverträgen vereinbart wurde (dies ist im Regelfall gegeben).

 

Internationale Studierende mit gefestigtem Inlandsbezug werden ebenfalls von der Bezahlung der Gebühr ausgenommen.

 

Beachten Sie, dass Sie in diesem Fall eine Mitwirkungspflicht haben und diese durch eine entsprechende Antragstellung nach Aufforderung und innerhalb der gesetzten Frist realisieren müssen. Dies erfolgt i.d.R. im Anschluss an den Zulassungsbescheid im August 2017.

 

Ausnahmen von der Gebührenpflicht besteht für:

 

  • Familienangehörige (Eheleute, LebenspartnerInnen und Kinder) von Staatsangehörigen der EU/des EWR nach § 3 Freizügigkeitsgesetz/EU,
  • AusländerInnen mit einer Niederlassungserlaubnis oder Erlaubnis zum Daueraufenthalt/EU,
  • Geflüchtete AusländerInnen mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland, die im Ausland nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt und in Deutschland nicht nur vorübergehend zum Aufenthalt berechtigt sind,
  • Heimatlose AusländerInnen nach dem Gesetz über die Rechtsstellung heimatloser Ausländer im Bundesgebiet,
  • AusländerInnnen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland und einer Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen, humanitären, politischen, familiären und sonstigen Gründen mit guter Bleibeperspektive (z.B. Asylberechtigte, im Inland anerkannte Geflüchtete nach der Genfer Flüchtlingskonvention oder bei Familiennachzug zu Deutschen oder zu AusländerInnen mit Niederlassungserlaubnis),
  • AusländerInnen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland, die sich seit mindestens 15 Monaten ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten und eine bestimmte Aufenthaltserlaubnis (z.B. wegen eines Abschiebungsverbots oder eines anderen Ausreisehindernisses) besitzen,
  • Geduldetete AusländerInnen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland, die sich seit mindestens 15 Monaten ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten,
  • AusländerInnen, die sich 5 Jahre im Inland aufgehalten haben und rechtmäßig erwerbstätig gewesen sind,
  • AusländerInnen, von denen sich zumindest ein Elternteil während der letzten 6 Jahre vor Beginn des Studiums insgesamt 3 Jahre im Inland aufgehalten hat und rechtmäßig erwerbstätig gewesen ist,
  • AusländerInnen, die einen Bachelor- und einen Masterstudiengang oder einen Staatsexamens- oder Diplomstudiengang in Deutschland abgeschlossen haben (vgl. dann Zweitstudiengebühr).

 

Diese Regelungen entsprechen den Richtlinien, nach denen Nicht-EU/EWR-Bürger in Deutschland BAföG erhalten können.

 

Einen Antrag auf Befreiung können nach Erhalt des Gebührenbescheids ferner stellen:

 

  • Studierende in einem Praxissemester, das Bestandteil der Regelstudienzeit ist,
  • Studierende mit einer erheblich studienerschwerenden Behinderung nach § 2 SGB IX,
  • Beurlaubte Studierende, sofern der Antrag auf Beurlaubung vor der Vorlesungszeit gestellt wurde,
  • Studierende im Praktischen Jahr,
  • Ausländer mit einer Aufenthaltsgestattung nach § 55 Abs. 1 Asylgesetz, die eine Staatsangehörigkeit eines Herkunftslandes besitzen, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf der Grundlage der Bekanntgabe des Bundesinnenministeriums mit einer Schutzquote von 50 Prozent oder mehr bewertet wurde (derzeit Eritrea, Irak, Iran, Syrien und Somalia).

 

Tritt ein Staat aus der EU oder dem EWR aus (Stichwort „Brexit“) und würden dadurch Angehörige dieses Staates gebührenpflichtig, so können Angehörige dieses Staates, sofern sie zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Austritts mindestens fünf Semester in einem Studiengang an einer baden-württembergischen Hochschule immatrikuliert waren, ihr Studium in diesem Studiengang gebührenfrei fortführen.

 

 

 

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